7. Semester

–> Beispielstundenplan des 7. Semesters

Es wird nun Zeit, mit der Behandlung am echten Patienten einzusteigen. Dafür teilt sich das Semester für den Rest des Studiums in zwei Hälften. Der eine Teil beginnt mit den praktischen Kursen in der Zahnerhaltung, der andere in der Zahnersatzkunde. Jedes Semester findet ein Wechsel statt.

Zeitlich und inhaltlich ist dieses Semester äußerst anspruchsvoll. 10h-Tage in der Uni sind keine Seltenheit und das fachliche Wissen muss mit Beginn der praktischen Kurse vorhanden sein, um kompetent am Patienten arbeiten zu können.

Fächer:

 
Zahnerhaltungskunde

http://zahnerhaltung.uniklinikum-leipzig.de/

Vorlesung Zahnerhaltungskunde

Das Grundlegendste wurde im 6.Semester abgehandelt. Wichtige Themen werden nun noch einmal vertieft. Die einzelnen Dozenten (Prof. Haak, Prof. Jentsch, OA Häfer, OA Fuchß) lesen ihre Themen gestückelt und über das ganze Semester verteilt. Das zerreißt die Inhalte und vermindert Anschaulichkeit. Leider werden – anders als im 6.Sem. – kaum noch Skripte ins Netz gestellt. Die Prüfung findet am Ende des Semesters nur für die Semesterhälfte statt, die mit dem Kurs Zahnerhaltungskunde 1 an der Reihe ist. Sie umfasst auch die Inhalte aus dem 6.Semester und hat den Ruf äußerst anspruchsvoll zu sein. Anwesenheit wird in der Veranstaltung nicht kontrolliert.

Klinischer Kurs Zahnerhaltungskunde 1

Die Behandlung beginnt. In der 1. Woche werden zu Anfang noch grundlegende Informationen in Seminarform erteilt und die Patienten ausgegeben, bevor es in der zweiten Hälfte der Woche schon los geht mit der Patientenbehandlung. Es empfiehlt sich die Patienten schnellstmöglich zu kontaktieren und einzubestellen, Patientenakten einzusehen, Urlaubszeiten der Patienten abzusprechen und zu überprüfen ob wirklich die im Übergabeprotokoll genannten Behandlungen vorgenommen werden müssen/können. Nicht selten gibt es Unstimmigkeiten.

Während des Kurses gilt es quantitative und qualitative Anforderungen zu erfüllen. So müssen insgesamt mindestens 1450 Punkte gesammelt werden. Die Punkte bemessen sich an der Zeit die ihr für die qualitativen Anforderungen benötigt. So sind mind. 3 Kanäle zu füllen, 2 Inlays herzustellen, eine Front- und eine Seitenzahnfüllung  anzufertigen, eine SRP- und UPT-Behandlung durchzuführen und der Betreuungsstudent zu reevaluieren. Seit Neuestem muss jeder zu behandelnde Patient eine PZR vorab bekommen.

Zusätzlich bekommt ihr zu jedem Behandlungstermin eine Feedbacknote. Im Durchschnitt darf nicht schlechter als 50% am Ende dabei herauskommen. Es nützt sehr, sich eigene Patienten mit in den Kurs zu bringen. Meist bekommt man zu Beginn des Kurses noch nicht ausreichend Patienten um auf seine gesamte Kurspunktzahl zu kommen. Es empfiehlt sich, sich regelmäßig nach neuen Patienten zu erkundigen. Seid fair zu einander und achtet darauf, dass alle auf ihre Punkte kommen! Bei einigen wird es zu Ende des Kurses – oft auch unverschuldet – sehr knapp werden. Startet frühzeitig gewissenhaft in den Kurs um keine wertvolle Behandlungszeit zu verlieren.

Seminar Zahnerhaltungskunde

Für das Seminar werdet ihr nochmal in 3 Gruppen unterteilt und unterschiedlichen Seminarleitern zugeordnet. Aufbauend auf der Struktur des Problembasierten Lernens werdet ihr etwa 5 Fälle während des Semesters in der Gruppe bearbeiten und sollt dabei Eigeninitiative zeigen. Ansonsten wird das Seminar dazu dienen Patientenfälle mit dem Kursassistenten zu besprechen, wenn während des Kurses zu wenig Zeit geblieben ist.

Zahnersatzkunde

http://prothetik.uniklinikum-leipzig.de/

Vorlesung Zahnersatzkunde

Struktur und Inhalt schließen sich nahtlos an das 6.Semester an. Die Lesenden sind Prof. Reiber, OA Schierz, OA Klapper und Fr. Prof. Nitschke. Alle Skripte werden zeitnah vorab ins Netz gestellt. Eine Prüfung findet als Kurseingangsklausur zu Beginn des Semesters statt. Meist ist dies in der 2. Woche der Fall. Ein Informationsaushang hierzu erfolgt leider erst sehr kurzfristig. Anwesenheit wird in der Veranstaltung nicht kontrolliert.

Klinischer Kurs Zahnersatzkunde 1

Die Behandlung beginnt. In der 1. Woche werden noch grundlegende Informationen in Seminarform erteilt, bevor es in der 2. Woche mit der Patientenbehandlung losgeht. Inhalte der 1.Woche sind die Saalreinigung, Umgang mit den Behandlungseinheiten, Desinfektion, Karteikartenführung und eine kurze Zusammenfassung aller wichtigen Inhalte der Vorlesung.

Mit dem Beginn des Kurses werden vom Kursleiter die Patienten verteilt, die eigenverantwortlich kontaktiert und einbestellt werden müssen. Im Kurs gilt es eine bestimmte Anzahl an Punkten zu erreichen. Dies sind in Prothetik 1 min. 40 und max. 60. Die Punktanzahl aus Prothetik 2 addiert sich im nächsten Jahr dazu und muss zusammen mindestens 100 Punkte ergeben. Keine Panik, falls ihr es in diesem Kurs nur auf knapp über 40 Punkte schafft. Im Jahr darauf weiß man wie der Hase läuft und alle Arbeiten gehen schneller von der Hand. Insgesamt sind die Prothetikassistenten nicht gewillt, jemanden durchfallen zu lassen.

Punkte gibt es für das erfolgreiche Erledigen einer Arbeit am Patienten. Dies umfasst sowohl die Behandlungsstunden am Patienten als auch die Arbeitsstunden im Studentenlabor. Die Punktzahlen werden je nach Schwierigkeitsgrad und Zeitaufwand vergeben. Am Patienten dürft ihr nur in der Kurszeit behandeln. Im Labor könnt ihr zu allen Öffnungszeiten arbeiten. Mit Fr. Kluge habt ihr dort eine sehr hilfsbereite Zahntechnikerin zur Seite. Sie beantwortet euch gern eure Fragen und hilft bei Problemen. Gegenleistung ist es, den Putzplan einzuhalten!

Die Mindestanforderung ist, einen festsitzenden und einen abnehmbaren Zahnersatz zu fertigen und eine Reparatur. Wie sich der Rest der Punkte verteilt, steht frei. Eine Übersicht findet ihr in der Kursordnung. Die Kursleiter achten meist darauf, dass die Patienten punktmäßig gleich auf alle Studenten verteilt werden. Es nützt aber, sich regelmäßig nach neuen Patienten zu erkundigen. Seid fair zu einander und achtet darauf, dass alle auf ihre Punkte kommen!

Seminar Zahnersatzkunde

Infolge der Einführungswoche zum Kurs werden auch im Seminar Vorlesungsinhalte wiederholt und vertieft. Referenten sind die Kursassistenten. Das Seminar wird auch genutzt, um Kursinformationen weiterzugeben, offene Fragen zu klären und Patienten zu besprechen. Im letzten Drittel des Semesters können von den Studenten erwünschte Themen vertieft werden.

Gerostomatologisches Praktikum

Wie in allen klinischen Semestern steht zu Ende der Semesterferien wieder ein gerostomatologisches Praktikum auf dem Plan. In einer kurzen Einführungsveranstaltung wird der gewohnte Fragenkatalog zur Sicht auf die Alterszahnheilkunde bei Zahnmedizinstudenten abgefragt. Anschließend erfahrt ihr die Aufteilung in die Praktikumsgruppen. Das Praktiukm findet im Seniorenheim Probstheida statt.  Es werden 2er-Gruppen aus 4. und 5. Studienjahr gebildet, die bei einem Patienten Anamnese und Befund aufnehmen und im Anschluss einen Therapieplan aufstellen. Als kleine Aufmerksamkeit bekommen die Patienten am Ende der Behandlung als Dank für ihre Mitarbeit eine Dankeskarte, die von den Studenten mitzubringen ist.

Kieferorthopädie

http://kieferorthopaedie.uniklinikum-leipzig.de/

Vorlesung Kieferorthopädie

Die Vorlesung ist die Fortsetzung aus dem 6.Sem. Im Mittelpunkt stehen kephalometrische und therapeutische Themen. Die Dozenten sind Prof. Dannhauer und OA Krey. Ein Skript wird eingestellt, aber leider ohne Abbildungen. Die Prüfung findet Mitte Dezember statt und umfasst die Inhalte aus beiden gelesenen Semestern. In der Art – ob schriftliche Fragen oder MC – sind die Kieferorthopäden noch etwas am Experimentieren.

Kurs Kieferorthopädie-Technik

Der Kurs findet für alle Studenten immer um 4 Wochen versetzt in der regulären Behandlungszeit von den oben stehenden Kursen statt. Jeweils eine Woche lang seid ihr mit der Aufgabe betraut, ein funktionskieferorthopädisches Gerät anzufertigen. Die Zeit ist großzügig bemessen und am Ende des Semesters gibt es noch die Möglichkeit zur Nachbearbeitung. Auf jede Arbeit erhaltet ihr eine Note. Die Anleitungen für die Aufgaben findet ihr anschaulich im kursbegleitenden Skript.

Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie

http://mkg.uniklinikum-leipzig.de/

http://practicandole.de/

Vorlesung ZMK – Krankheiten „practicando I“

Practicando ist keine Vorlesung im eigentlichen Sinne. In jeder Einheit werden ein bis zwei Patienten in den Hörsaal bestellt und von den Studenten in 4er-Gruppen Anamnese und Befund aufgenommen. Die Veranstaltung wird hauptsächlich von Prof. Graf und Prof. Remmerbach gehalten. Der Fokus der Untersuchung richtet sich demnach einmal mehr auf Abszesse oder auf Mundschleimhauterkrankungen. Eine gute Vorbereitung ist vor allem bei Prof. Remmerbach von Nöten. Er kontrolliert auch gern mal die Anwesenheit. Insgesamt muss jede Gruppe 2 Patienten während des Semesters untersuchen und im Anschluss in Wochenfrist einen Untersuchungsbericht anfertigen und abgeben. Es empfiehlt sich die Reihenfolge der 4er-Gruppen vorab festzulegen, damit jeder weiß, wann er vorbereitet zu erscheinen hat.

Vorlesung MKG-Chirurgie I

Parallel zu Practicando werdet ihr hier mit den grundlegenden Inhalten aus der Mund-, Kiefer und Gesichtschirurgie versorgt. Die Lesenden sind hauptsächlich Prof. Graf, sowie Prof. Hemprich und Prof. Remmerbach. Eine Prüfung mit schriftlichen Fragen wird am Ende des Semesters durchgeführt. Hier werden auch in Practicando angesprochene Themen sowie Vorkenntnisse aus Auscultando abgefragt. Eine Anwesenheitskontrolle erfolgt nicht.

Mikrobiologie

http://www.uni-leipzig.de/~mikrob/

Vorlesung Mikrobiologie

Freitagnachmittag ist eine undankbare Zeit für diese Veranstaltung. Die Vorlesung dauert etwa eine dreiviertel Stunde und stimmt auf das Thema im anschließenden Kurs ein. Da keine Prüfung geschrieben wird, findet eine Anwesenheitskontrolle statt. Die Dozenten wechseln sich regelmäßig ab und überschneiden sich stark in ihren Themen, was das Ganze etwas unstrukturiert erscheinen lässt.

Kurs Medizinische Mikrobiologie

Im Anschluss an die Vorlesung findet zweidrittel des Semesters ein Kurs statt, der mit Experimenten die Mikrobiologie veranschaulichen soll. Ihr werdet Bakterien einfärben und Pilze betrachten. Aber Achtung in mancher Petrischale lauert eine ziemliche Stinkbombe. Nicht vergessen die Fenster zu öffnen! Und immer einen Euro für den Spind dabei haben.

Pathologie

http://pathologie.uniklinikum-leipzig.de/

In der ersten Hälfe des Semesters, wird von Fr. Dr. Bertollini die Spezielle Pathologie zu Ende gelesen. Mikroskopieren findet nicht mehr statt. Auch werden die Inhalte nicht mehr abgeprüft. So endet diese Veranstaltung recht nüchtern in der ersten Semesterhälfte.

Kinderzahnheilkunde

http://kizhk.uniklinikum-leipzig.de/

Die gesamte Veranstaltung wird von Prof. Hirsch gelesen. Das begleitende Skript wird immer zeitnah auf der Homepage eingestellt. Dafür erfolgt die Anwesenheitskontrolle, eine Prüfung wird erst im 10.Semester geschrieben.

Pharmakologie

http://www.uni-leipzig.de/~pharma/

Die Pharmakologie fristet das ganze Semester über ein Schattendasein. Abgelegen in der Härtelstraße und mit wenig Beinfreiheit versehen, verirrt sich meist nur ein Bruchteil in die Vorlesung, obwohl die Inhalte, trotz der wechselnden Dozenten, methodisch gut aufgearbeitet sind. Auch ein Skript wird eingestellt und manchmal als Druckmittel genutzt, um die Studenten in die Vorlesung zu locken. Eine Anwesenheitskontrolle findet nicht statt.

Innere Medizin

Die Innere Medizin als light-version. Gut verständlich für Zahnmediziner verarbeitet und auf das Wichtigste gekürzt, präsentiert Prof. Fasshauer seinen Themenkomplex. Er macht von Anfang an klar, dass wegen der Inneren kein Zahni ums StEx gebracht werden soll. Dafür kommt es ihm auf Mitarbeit an. So kann es passieren, dass man für Unaufmerksamkeit vorne den Powerpointhalter spielen muss. Die Anwesenheit wird kontrolliert und in der letzten Veranstaltung mit einem „Merci“ quittiert. Eine Prüfung findet nicht statt. Ein begleitendes Skript gibt es auch nicht, aber zum Mitschreiben genügt die Zeit allemal und zusätzlich erhält das Semester eine digitale Kopie seiner Folien zu Ende des 8.Semesters.

Zahnärztliches Röntgen

Dieses Semester geht es in der Radiologie weniger um technische Details, dafür mehr ums Anwenden und Erkennen. Dr. Hirsch baut seine Vorlesung eher als großes Seminar auf, in dem die Studenten beim Beschreiben von pathologischen Befunden im Röntgenbild beteiligt werden. Viele dieser Aufnahmen sind lohnenswert fürs Staatsexamen zu merken. Eine Prüfung findet nicht statt. Einige werden in den Semesterferien dann noch ihr zweitägiges Praktikum in der radiologischen Abteilung absolvieren müssen. Nehmt euch Ohropax mit!

Geschichte der Medizin/Zahnmedizin

http://www.uni-leipzig.de/~ksi/

Chronologisch wird von der Steinzeit bis in die Moderne die Medizingeschichte mit Fr. Prof. Dr. Dr. Ortrun Riha durchmessen. Anfangs eher mit allgemeinmedizinischen Details und philosophischen Ausflügen. Später dann sehr regionalgeschichtlich identitätsstiftend zum ältesten zahnmedizinischen Institut – wo wohl? In Leipzig! Dafür, dass ihr keine Prüfung schreiben müsst, wird die Anwesenheit kontrolliert. Beginnen wird die Veranstaltung erst in der zweiten Hälfte des Semesters.

Hygiene

http://umweltmedizin.uniklinikum-leipzig.de/

Ein kleines aber sehr bedeutendes Fach. Dozent ist überwiegend Prof. Herbarth. Der Zeitumfang beträgt nur die erste Hälfte des Semesters. Die Anwesenheitskontrolle erspart euch eine Prüfung in diesem Fach.