8. Semester

–> Beispielstundenplan des 8. Semesters

In diesem Semester werden die klinischen Kurse zwischen den Semesterhälften getauscht. Die Prothetiker aus dem 7.Semester haben jetzt Kons und umgekehrt. Als zusätzlich Neues kommt die OP-Woche hinzu.

Das Semester wird noch einen Zacken schärfer als das Letzte. Im Vergleich zum Wintersemester habt ihr dafür die Chance am Abend nach der Uni noch ein klein wenig Sonne zu erhaschen.

Fächer:

 
Zahnerhaltungskunde

http://zahnerhaltung.uniklinikum-leipzig.de/

Klinischer Kurs Zahnerhaltungskunde 1

Inhaltlich entspricht der Kurs dem 7.Semester. In der 1. Woche werden zu Anfang noch grundlegende Informationen in Seminarform erteilt und die Patienten ausgegeben, bevor es in der zweiten Hälfte der Woche schon los geht mit der Patientenbehandlung. Es empfiehlt sich, die Patienten schnellstmöglich zu kontaktieren und einzubestellen, Patientenakten einzusehen, Urlaubszeiten der Patienten abzusprechen und zu überprüfen, ob wirklich die im Übergabeprotokoll genannten Behandlungen vorgenommen werden müssen/können. Nicht selten gibt es Unstimmigkeiten.

Während des Kurses gilt, es quantitative und qualitative Anforderungen zu erfüllen. So müssen insgesamt mindestens 1400 Punkte gesammelt werden (weniger als im 7.Semester, da geringere Zahl an Behandlungstagen). Die Punkte bemessen sich an der Zeit die ihr für die qualitativen Anforderungen benötigt. So sind mind. 3 Kanäle zu füllen, 2 Inlays herzustellen, eine Front- und eine Seitenzahnfüllung  anzufertigen, eine SRP- und UPT-Behandlung durchzuführen und der Betreuungsstudent zu reevaluieren. Seit Neuestem muss jeder zu behandelnde Patient eine PZR vorab bekommen.

Zusätzlich bekommt ihr zu jedem Behandlungstermin eine Feedbacknote (0,1,2), die im Durchschnitt bei 1 liegen muss, um den Kurs erfolgreich zu beenden. Es nützt sehr, sich eigene Patienten mit in den Kurs zu bringen. Meist bekommt man zu Beginn des Kurses noch nicht ausreichend Patienten, um auf seine gesamte Kurspunktzahl zu kommen. Es empfiehlt sich, sich regelmäßig nach neuen Patienten zu erkundigen. Seid fair zu einander und achtet darauf, dass alle auf ihre Punkte kommen! Bei einigen wird es zu Ende des Kurses – oft auch unverschuldet – sehr knapp werden. Startet frühzeitig gewissenhaft in den Kurs, um keine wertvolle Behandlungszeit zu verlieren.

Seminar Zahnersatzkunde

Für das Seminar werdet ihr in 3 Gruppen unterteilt und unterschiedlichen Seminarleitern zugeordnet. Aufbauend auf der Struktur des Problembasierten Lernens werdet ihr etwa 5 Fälle während des Semesters in der Gruppe bearbeiten und sollt dabei Eigeninitiative zeigen. Ansonsten wird das Seminar dazu dienen Patientenfälle mit dem Kursassistenten zu besprechen, wenn während des Kurses zu wenig Zeit geblieben ist.

Zahnersatzkunde

http://prothetik.uniklinikum-leipzig.de/

Vorlesung Kiefer- und Gesichtsprothetik

Die Veranstaltung wird von OA Klapper gelesen. Größtenteils geht es um Defekte im Gesichtsbereich und deren Versorgung mit Epithesen. Materialien und Versorgungsmöglichkeiten werden vorgestellt. Ein Skript ist auf der Homepage eingepflegt. Es findet eine Anwesenheitskontrolle statt, eine Prüfung gibt es jedoch nicht.

Klinischer Kurs Zahnersatzkunde 1

Auch hier entspricht der Kurs den Anforderungen aus dem 7.Semester. In der 1. Woche werden noch grundlegende Informationen in Seminarform erteilt, bevor es in der 2. Woche mit der Patientenbehandlung losgeht. Inhalte der 1.Woche sind die Saalreinigung, Umgang mit den Behandlungseinheiten, Desinfektion, Karteikartenführung und eine kurze Zusammenfassung aller wichtigen Inhalte der Vorlesung.

Mit dem Beginn des Kurses werden vom Kursleiter die Patienten verteilt, die eigenverantwortlich kontaktiert und einbestellt werden müssen. Im Kurs gilt es eine bestimmte Anzahl an Punkten zu erreichen. Dies sind in Prothetik 1 min. 40 und max. 60. Die Punktanzahl aus Prothetik 2 addiert sich im nächsten Jahr dazu und muss zusammen mindestens 100 Punkte ergeben. Keine Panik, falls ihr es in diesem Kurs nur auf knapp über 40 Punkte schafft. Im Jahr darauf weiß man wie der Hase läuft und alle Arbeiten gehen schneller von der Hand. Insgesamt sind die Prothetikassistenten nicht gewillt, jemanden durchfallen zu lassen.

Punkte gibt es für das erfolgreiche Erledigen einer Arbeit am Patienten. Dies umfasst sowohl die Behandlungsstunden am Patienten als auch die Arbeitsstunden im Studentenlabor. Die Punktzahlen werden je nach Schwierigkeitsgrad und Zeitaufwand vergeben. Am Patienten dürft ihr nur in der Kurszeit behandeln. Im Labor könnt ihr zu allen angegebenen Öffnungszeiten arbeiten. Mit Fr. Kluge habt ihr dort eine sehr hilfsbereite Zahntechnikerin zur Seite. Sie beantwortet euch gern eure Fragen und hilft bei Problemen. Gegenleistung ist es, den Putzplan einzuhalten!

Die Mindestanforderung ist, einen festsitzenden und einen abnehmbaren Zahnersatz zu fertigen und eine Prothesenreparatur. Wie sich der Rest der Punkte verteilt, steht frei. Eine Übersicht findet ihr in der Kursordnung. Die Kursleiter achten meist darauf, dass die Patienten punktmäßig gleich auf alle Studenten verteilt werden. Es nützt aber, sich regelmäßig nach neuen Patienten zu erkundigen. Seid fair zu einander und achtet darauf, dass alle auf ihre Punkte kommen!

Seminar Zahnersatzkunde

Infolge der Einführungswoche zum Kurs werden auch im Seminar Vorlesungsinhalte wiederholt und vertieft. Referenten sind die Kursassistenten. Das Seminar wird auch genutzt, um Kursinformationen weiterzugeben, offene Fragen zu klären und Patienten zu besprechen. Im letzten Drittel des Semesters können von den Studenten erwünschte Themen vertieft werden.

Gerostomatologisches Praktikum

Wie in allen klinischen Semestern steht zu Ende der Semesterferien wieder ein gerostomatologisches Praktikum auf dem Plan. In einer kurzen Einführungsveranstaltung wird der gewohnte Fragenkatalog zur Sicht auf die Alterszahnheilkunde bei Zahnmedizinstudenten abgefragt. Anschließend erfahrt ihr die Aufteilung in die Praktikumsgruppen. Das Praktikum findet im Seniorenheim Probstheida statt.  Es werden 2er-Gruppen aus 4. und 5. Studienjahr gebildet, die bei einem Patienten Anamnese und Befund aufnehmen und im Anschluss einen Therapieplan aufstellen. Als kleine Aufmerksamkeit bekommen die Patienten am Ende der Behandlung als Dank für ihre Mitarbeit eine Dankeskarte, die von den Studenten mitzubringen ist.

Für die Studenten des fast 5.Studienjahres fällt das Praktikum ausführlicher aus. An den bisher freien Nachmittagen finden Vorlesungen zu verschiedenen gerostomatologischen Themen statt, mit Beteiligung aller zahnmedizinischen Disziplinen. Zusätzlich steht eine Famulatur im St. Georg Klinikum auf dem Programm.

Kieferorthopädie

http://kieferorthopaedie.uniklinikum-leipzig.de/

Vorlesung Kieferorthopädie

Auch dieses Jahr dozieren OA Krey und Prof. Dannhauer. Skripte gibt es nur noch fragmentarisch in kurzgefasster Form. Inhalte sind teilweise Vertiefungen aus den vorangegangenen Semestern. Eine Prüfung wird in diesem Semester nicht geschrieben. Dafür herrscht Anwesenheitskontrolle.

Kurs Kieferorthopädie I

Zwar sind für den KFO-Kurs 3 Wochen im Semester vorgesehen, zu denen ihr von euren Behandlungskursen freigestellt seid, doch werdet ihr nur an einem Tag der jeweiligen Woche mit dem Kurs beschäftigt sein. Auf der Homepage wird ein Skript bereitgehalten, das für jeden der Termine eine inhaltliche Einführung bietet. Hauptbestandteil ist die Anwendung der Kiefermessmethoden im Kindes- und Wechselgebiss. Dinge, die ihr im 7.Semester gehört habt.  Zusätzlich dürft ihr euch auch gegenseitig Abformen und eure eigenen Modelle vermessen.

Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie

http://mkg.uniklinikum-leipzig.de/

http://practicandole.de/

Vorlesung ZMK – Krankheiten „practicando II“

Practicando wird wie im 7.Semester als großes Seminar mit der Anamnese und Befundung von Patienten durchgeführt. Außerdem bestreiten das 4. und 5. Studienjahr die Veranstaltung gemeinsam. Es empfiehlt sich wiederum eine vorherige, abwechselnde 4er-Gruppeneinteilung. Jede Gruppe muss wieder 2 Patienten im Semester untersuchen. Der Untersuchungsbericht ist wiederum Pflicht. Sollten sich wider Erwarten keine Freiwilligen melden, wird zumeist die letzte Reihe nach vorne zitiert.

Gehalten wird Practicando II diesmal von den Oberärzten und Assistenten der MKG-Station bzw. aus dem OP. Inhalte sind größtenteils Frakturen, Tumore, Unterkieferverlagerungen und Zysten. Am Ende dreht sich eine Prüfung um all diese Themen.

Vorlesung MKG-Chirurgie II

Diese Vorlesungsreihe geht bunt durch den Gemüsegarten. Die Inhalte wechseln zwischen Mundschleimhauterkrankung, Schmerz, Implantation, ästhetische Chirurgie, zahnmed. relevanten Allgemeinerkrankungen usw. Es lesen Prof. Hemprich, Prof. Remmerbach und die Oberärzte. Eine Anwesenheitskontrolle wird nicht durchgeführt. Nur zu kleinen Teilen fließen die Inhalte in die Practicandoprüfung ein.

OP-Woche I und II

Mit der zweiten Woche des Semesters startet die OP-Zeit. Für eine Woche sind jeweils 5 Studenten auf die Poliklinik der MKG, sowie den OP und die Station in der Kopfklinik verteilt. Im OP muss in beiden OP-Räumen immer ein Student assistieren, sprich Haken halten. Wichtig ist es vorab das Waschtestat bei  den OP-Schwestern zu absolvieren und sich dies im Practicando-Heft testieren zu lassen. Am Vortag sollte man sich über die anstehenden OPs informieren und inhaltlich vorbereiten. Besonders Prof. Hemprich stellt gern Fragen. OP-Berichte und Extraktionsberichte müssen verfasst werden. Gut aufpassen, das Wichtigste mitschreiben und in Schriftform innerhalb einer Woche im Sekretariat auf Station abgeben. Wer frühzeitig fleißig ist, hat es hinten raus entspannter. Insgesamt habt ihr bis zum Ende des Studiums 4 OP-Wochen lang Zeit, um die Pflichtaufgaben zu erfüllen.

Anderntags in der Poliklinik müsst ihr eure Fähigkeiten der Anamnese und Befunderhebung anwenden. Neupatienten untersucht ihr als erstes und stellt sie anschließend dem Assistenten im Tagesdienst vor. Zum Teil könnt ihr auch Nachbehandlungen machen.

In den Semesterferien findet die OP-Woche II statt. Hier wird es einige auch auf Station verschlagen, wo meist zahlreiche Nachbehandlungen durchzuführen sind.

Seminar OP-Kurs I

Als Seminar im Stundenplan ausgeschrieben, handelt es sich eigentlich um eine Vorlesung. Vieles kennt ihr bereits aus den vergangenen Vorlesungen von  Prof. Graf. Er selbst und die Assistenten der MKG-Poliklinik halten die „Vorlesung“. Anwesenheitskontrollen  werden nicht durchgeführt. Die Inhalte können euch teilweise in den Abtestaten nach der OP-Woche wieder begegnen.

Kinderzahnheilkunde

http://kizhk.uniklinikum-leipzig.de/

Die gesamte Veranstaltung wird von Prof. Hirsch gelesen. Das begleitende Skript wird immer zeitnah auf der Homepage eingestellt. Es erfolgt eine Anwesenheitskontrolle, eine Prüfung wird jedoch erst im 10.Semester geschrieben.

Pharmakologie

http://www.uni-leipzig.de/~pharma/

Die ersten drei Vorlesungen in diesem Semester betreffen noch die allgemeine Pharmakologie, speziell die Notfallmedizin. Bis zum Ende des Semesters übernimmt dann die klinische Pharmakologie. Über dieses Themengebiet wird sich dann auch die Prüfung am Ende des Semesters erstrecken. Man sollte frühzeitig ernst nehmen, was dort angesprochen wird, denn in der Prüfung werden viele Details abgefragt, die einem anfangs viel zu speziell erscheinen. Ein Skript wird für das Semester ins Studienportal eingestellt.

Innere Medizin

Die Innere Medizin als light-version. Gut verständlich für Zahnmediziner verarbeitet und auf das Wichtigste gekürzt, präsentiert Prof. Fasshauer seinen Themenkomplex. Er macht von Anfang an klar, dass wegen der Inneren kein Zahni ums StEx gebracht werden soll. Dafür kommt es ihm auf Mitarbeit an. So kann es passieren, dass man für Unaufmerksamkeit vorne den Powerpointhalter spielen muss. Die Anwesenheit wird kontrolliert und in der letzten Veranstaltung mit einem „Merci“ quittiert. Eine Prüfung findet nicht statt. Ein begleitendes Skript gibt es auch nicht, aber zum Mitschreiben genügt die Zeit allemal und zusätzlich erhält das Semester eine digitale Kopie seiner Folien zu Ende des 8.Semesters.

Klinische Werkstoffkunde

www.propaedeutik.de

Die Vorlesung findet nur in den ersten 5 Wochen des Semester statt. Hier werdet ihr Prof. Jakstat aus der Vorklinik noch einmal begegnen. Die Inhalte und Folien stimmen in verkürzter Form nahezu mit denen der Vorklinik überein. Eine Prüfung wird in diesem Fach nicht geschrieben.